Traumapädagogische Beratung

Traumapädagogische Beratung als Methode in der HEIB

Eine wesentliche Basis der Traumapädagogischen Beratung stellt die Grundhaltung dar, die das Wissen um Folgen von Traumatisierung und biografischen Belastungen berücksichtigt und ihren Schwerpunkt auf die Ressourcen und die Resilienzen des zu beratenden Menschen legt. Traumatisierte Menschen haben Überlebensstrategien entwickelt, um erlebtes Grauen zu überstehen, und diese gilt es in seiner Funktion und Auswirkung zu verstehen, um ihnen fachlich angemessen begegnen zu können. Der sichere Ort aus traumapädagogischer Sicht entsteht im Zusammenspiel zwischen Berater und dem zu beratenden Menschen.

Hierbei bilden die folgenden Grundhaltungen das Fundament des Umgangs und der Beratung:

  • Die Annahme des guten Grund
    • „Alles was ein Mensch zeigt, macht einen Sinn in seiner Geschichte!“
  • Wertschätzung
    • „Es ist gut so, wie du bist!“
  • Partizipation
    • „Ich trau Dir was zu und überfordere Dich nicht!“
  • Transparenz
    • „Jeder hat jederzeit ein Recht auf Klarheit!“
  • Spaß und Freude
    • „Viel Freude trägt viel Belastung!“

Weitere Förderungen

Weitere Förderungen werden schrittweise über eine Sozialisierung in entsprechende Gruppen vorgehalten. Hierbei können sich die Betroffenen im geschützten Rahmen ausprobieren und auch in Reflektionen lernen, mit Triggern umzugehen. Weiterhin richtet sich die Traumapädagogische Beratung auch an die Familienangehörigen bzw. die Eltern.

Hierbei stehen das Verständnis für ihr Kind und der Umgang mit der belastenden Situation im Vordergrund. Eine Anbahnung an das Eltern – Kind Verhältnis ist der nächste Schritt einer ganzheitlichen Traumapädagogischen Beratung. Somit sind eine Sozialisierung und eine Personalisierung für traumatisierte Kinder und Jugendliche möglich.